1. EinfĂŒhrung

Dog Warrior ist eine Mensch-Hund-Team-Sportart und fördert Mensch und Hund gleichermaßen und vor allem gleichwertig.

KonzentrationsfÀhigkeit, Motorik, Balance, Selbstbewusstsein, Kooperation, Koordination und die Kommunikations- und TeamfÀhigkeit werden eigenmotiviert erlebt und gefördert.

Es gilt einen Parkour gemeinsam zu bewĂ€ltigen, ohne dass der Boden berĂŒhrt wird.

Unsportliches Verhalten jeglicher Art gegenĂŒber dem Hund fĂŒhrt zum Ausschluss aus einer Veranstaltung.

Dog Warrior Parkours können das ganze Jahr ĂŒber auf weichen UntergrĂŒnden durchgefĂŒhrt werden.

Harte UntergrĂŒnde, wie Asphalt, Beton, usw. sind verboten.

Ziel ist es, einen Parkour fehlerfrei in der besten Zeit zu absolvieren!

DER SPASS UND NICHT DAS GEWINNEN STEHT IM VORDERGRUND!

2. Voraussetzungen

Generelle Voraussetzungen fĂŒr den Hund:

Der Hund muss durch einen Chip identifizierbar sein und der gĂŒltige Impfpass muss vorgelegt werden.

Hunde mit Verletzungen oder Krankheiten dĂŒrfen an Veranstaltungen nicht teilnehmen. Ein Tierarzt hat die Berechtigung, einen Hund vor dem Wettkampf zu untersuchen.

Hunde dĂŒrfen nur ohne Leine und ohne Halsband gefĂŒhrt werden. Ein Geschirr ist optional.

LĂ€ufige HĂŒndinnen dĂŒrfen nur als Letzte starten. Tragende und sĂ€ugende HĂŒndinnen sind von Dog Warrior Veranstaltungen ausgeschlossen.

Pflichten des HundefĂŒhrers:

Korrektes und höfliches Auftreten Menschen und Hunden gegenĂŒber ist selbstverstĂ€ndlich. Bei Missachtung kann der Parkourrichter einen Teilnehmer jederzeit disqualifizieren.

Das Bestrafen von Hunden ist verboten.

Alle Arten von Hilfsmitteln, wie Stachel-, Strom- und SprĂŒhhalsbĂ€nder, WĂŒrger, Maulkörbe, Halties und andere Maßnahmen sind von Beginn bis zum Ende des Wettkampfs verboten.

Das sachkundige AufwÀrmen von Mensch und Hund vor dem Wettkampf ist vorgeschrieben.

Startberechtigung:

Teilnahmeberechtigt sind alle Hunde, gleich welcher Herkunft und GrĂ¶ĂŸe.

Das Mindestalter fĂŒr Hunde in den Stufen 1, 2, und 3 ist 18 Monate. 

Bei Spaß-, Junioren- und Seniorenparkours sind Hunde ab 6 Monate zugelassen.

Eine Mensch-Hund-Einheit kann aus einem Mensch und einem Hund  aber auch aus einem Mensch und mehreren Hunden bestehen.

Parkourrichter:

Die TĂ€tigkeit eines Parkourrichters wird durch die Dog Warrior Parkourrichterordnung bestimmt. 

Es mĂŒssen zwei Parkourrichter pro Wettkampf anwesend sein.

FĂŒr jedes Team gibt es einen Hauptrichter und einen Nebenrichter. Idealerweise sollte dies abwechseln.

Der Hauptrichter ist  weisungsbefugt.

Die Parkourrichter regeln den Bau des Parkours und mĂŒssen daher eine Ausbildung nachweisen, die die Kenntnisse ĂŒber Alter- und GesundheitszustĂ€nde von Hunden, Verletzungsgefahren und die zugelassenen GerĂ€temöglichkeiten und Parkourvarianten nachweist. (lizensierte Dog Warrior-Trainer)

Die Parkourrichter können eine Disqualifizierung begrĂŒndet bewirken, wenn Mensch und Hund gefĂ€hrdet sind.

Die Parkourrichter bestimmen die Reihenfolge der Teilnehmer. 

Ein Parkourrichter darf nicht mehr als 20 Mensch-Hund-Einheiten pro Tag bewerten, bei 2 Richtern können somit maximal 40 Mensch-Hund-Einheiten starten. 

(Ein einzelner Start eines Teams wird als eine Mensch-Hund-Einheiten definiert.)

Am Ende jedes Teams gibt der Richter eine mĂŒndliche Bewertung / Zusammenfassung  ab.

3. Parkour

Ein Parkour besteht aus 10 bis 15 GerĂ€teeinheiten (Bsp.: Viersprung = 4 Teile =  1 Einheit).

Alle GerĂ€te mĂŒssen der Mindestanforderung von 200 kg Tragkraft entsprechen und dĂŒrfen keine scharfen Kanten vorweisen. Generell darf keine Verletzungsgefahr von den GerĂ€ten  ausgehen.

Die Höhe der GerÀte muss so gewÀhlt werden, dass Verletzungsgefahren bei einem Absprung ausgeschlossen sind.

Die Sicherheit aller GerĂ€te muss vor einem Wettkampf von den Parkourrichtern ĂŒberprĂŒft werden.

Der Veranstalter trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr die Sicherheit der GerĂ€te.

Jedes Team betritt den Parkour auf eigene Verantwortung.

Der Parkour ist fĂŒr alle Teams einer Klasse identisch, kann aber bei jeder Veranstaltung variieren. 

Der Parkour inkl. Fotos & Beschreibung der GerÀte(einheite) wird 2 Wochen vor dem Wettkampf durch die Parkourrichter öffentlich bekannt gegeben, damit jeder sich vorbereiten kann.

Der Parkour darf kurz vor dem Wettkampf gemeinsam mit den Parkourrichtern angeschaut, aber nicht begangen werden. 

4. Ablauf einer Wettkampfveranstaltung

Eine Veranstaltung beginnt immer mit den Parkours bei denen kein Futter erlaubt ist (Stufe 2 & 3 )

Parkours der Stufe 1  sowie Spaß-, Junioren- und Seniorenparkours werden immer danach abgehalten

Vor jeder Stufe wird ein kurzes Briefing des Richters abgehalten wo Fragen zum Parkour beantwortet werden können.

Jedes Team erhÀlt nach seinem Parkour ein kurzes Feedback vom Richter.

Pro Veranstaltung darf das ein Mensch-Hund-Team maximal 2x starten.

Es werden bei jeder Veranstaltung Urkunden mit Wertung ausgegeben. Der Gewinner der jeweiligen Klasse erhÀlt den Titel: Best Dog Warrior Team Parkourstufe 1, 2 oder 3.

5. Regeln

  • Gewinner ist das Team das den Parkour fehlerfrei in der besten Zeit bewĂ€ltigt.
  • Alle fehlerfreien Teams erhalten eine entsprechende offizielle Urkunde.
  • Der Hund darf maximal ĂŒber eine GerĂ€teeinheit getragen werden. Dabei ist es egal ob der Hund die GerĂ€teeinheit berĂŒhrt.
  • Der Hund darf maximal 2 GerĂ€teeinheiten am StĂŒck voraus geschickt oder hinterher gefĂŒhrt werden. Wird dies ĂŒberschritten, wird das als Fehler gewertet und das Team muss an der vorherigen Base wieder ansetzen. 
  • Gemeinsames abarbeiten der GerĂ€teeinheiten ist jederzeit möglich. Gemeinsam bedeutet eine GerĂ€teeinheit abwechselnd oder nebeneinander zu bewĂ€ltigen.
  • Jede GerĂ€teeinheit muss von Mensch und Hund zu irgendeinem Zeitpunkt gleichzeitig mit allen 4 Pfoten und 2 FĂŒĂŸen berĂŒhrt werden.
  • Festhalten am Hund und am Mensch ist jederzeit erlaubt. Missbrauch des Festhaltens liegt im Ermessen des Richters.
  • Am Ende jeder GerĂ€teeinheit mĂŒssen Hund und Mensch erkennbar gemeinsam auf der Base zu sehen sein.
  • Jeder Fehler wird mit einem Buzzer/Trillerpfiff, Tröte angezeigt
  • Es darf ein persönlicher Pusher das Team, in dafĂŒr vorgesehenen Bereichen, begleiten. Ein Pusher kann entweder beim bezwingen schwieriger GerĂ€teeinheiten helfen oder auf einer gekennzeichneten FlĂ€che das Team anfeuern und Tips geben.
  • Nach einem Fehler (egal ob BodenberĂŒhrung oder falsches Überqueren des GerĂ€tes oder sonstige Fehler) muss das Team zurĂŒck auf die letzte gemeinsam ĂŒberquerte Base.
  • Bei mehr als den erlaubten BodenberĂŒhrungen/Fehlern kommt es zu einer Disqualifikation.
  • Wenn der Hund den Parkour verlĂ€sst, darf der HundefĂŒhrer seinen Hund 2x rufen, beim nicht ZurĂŒckkommen folgt die Disqualifikation. (Außer Kontrolle)
  • Es wird die Zeit und die Fehleranzahl gewertet. Die Zeitnahme beginnt beim Betreten der ersten GerĂ€teeinheit. Gestoppt wird die Zeit wenn beide Teammitglieder auf der HOME Base angekommen sind.

6. Parkourstufen

Bei einem offiziellen Wettkampf gibt es Parkourstufe 1, 2 & 3

Es darf in den Parkourstufe 2 und 3 nicht mit Futter und/oder Spielzeug gearbeitet werden.

ZusĂ€tzlich ist es jeder Zeit möglich nach dem offiziellen Wettkampf Spaß-, Junioren- und Seniorenparkours, die ohne Wertung aber mit Parkourrichter-Anleitung stattfinden, abzuhalten.  Diese sind auf das Alter und den gesundheitlichen Zustand des Hundes abgestimmt. 

Wertungskriterien nach Stufe:

Parkourstufe 1: Es sind insgesamt drei Fehler  auf dem gesamten Parkour erlaubt. Es ist egal ob diese von Mensch oder Hund gemacht wurden. Es gibt keine HintergrundsgerĂ€usche wie Musik und andere Ablenkungen. 

Es darf mit  Futter/Spielzeug gearbeitet werden.

FĂŒr jeden weiteren Hund  sind je 2 Fehler mehr erlaubt (Bsp: 2 Hunde 5 Fehler)

Parkourstufe 2: Es sind insgesamt zwei Fehler auf dem gesamten Parkour erlaubt. Es ist egal ob diese von Mensch oder Hund verursacht wurden. Es wird Musik abgespielt.

Futter/Spielzeug ist nicht erlaubt.

FĂŒr jeden weiteren Hund sind je 1 Fehler mehr erlaubt (Bsp: 2 Hunde 3 Fehler)

Parkourstufe 3: Es ist keine Fehler auf dem gesamten Parkour von Mensch oder Hund erlaubt. Mit Musik und anderen möglichen Ablenkungen. Futter/Spielzeug ist nicht erlaubt.

7. Aufstiegsregeln

Ein Team, das den Parkour 3x fehlerfrei durchlÀuft, steigt in die nÀchste Klasse auf. Dies ist ein Kann, aber kein Muss.

Der Nachweis fĂŒr die fehlerfrei durchlaufenen Parkours wird durch die offiziellen Urkunden erbracht.Diese sind bei Meldung vorzulegen.

DER SPASS UND NICHT DAS GEWINNEN STEHT IM VORDERGRUND!

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Christiane Rohn
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D-88279 Amtzell
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Veröffentlichung des Regelwerks nur mit ausdrĂŒcklicher Genehmigung des Urhebers.
Amtzell, den 20.09.2018